Aktuelles
Vorstandschaft wurde wieder gewählt
In
der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Partnerschaftskomitees
Auenwald-Beaurepaire wurde der gesamte Vorstand mit Ulrike
Rückert an der Spitze wieder gewählt.
Gewohnt
harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung des Partnerschaftskomitees
Auenwald-Beaurepaire. Zu Beginn ging die Vorsitzende Ulrike
Rückert auf das abgelaufene Jahr seit der letzten Hauptversammlung
ein. Zahlreiche Termine und Veranstaltungen standen auf
dem Programm, von der Auenwald - Hocketse über den
Weihnachtsmarkt bis zum jährlichen Dîner amical.
Ein Höhepunkt war sicher die sechstägige Busfahrt
zu den Schlössern der Loire mit 70 Teilnehmern. Eine
Besonderheit ist nach wie vor der freiwillige Französischunterricht
an den Grundschulen und die jährlichen Besuche und
Gegenbesuche der Grundschüler. Nachdem die Kassenprüfer
der Kassenverwalterin bestätigt hatten, dass die Gelder
des Vereins sorgfältig verwaltet und verbucht werden,
wurde auf Antrag von Bürgermeister Karl Ostfalk der
Vorstand einstimmig entlastet. Der Bürgermeister verband
dies mit dem Dank an alle Verantwortlichen des Komitees
für das ehrenamtliche Engagement, durch das die sehr
lebendige Partnerschaft getragen wird.
Ein
wichtiger Punkt der Tagesordnung waren die alle drei Jahre
anstehenden Wahlen. Der gesamte Vorstand war zur Wiederwahl
bereit, lediglich Kassenprüfer Horst Stuhlmann hat
nicht mehr kandidiert. Die Wahlen waren ebenfalls einstimmig.
Vorsitzende ist weiterhin Ulrike Rückert, ihr Stellvertreter
Kurt Keser, Kassenverwalterin Margrit Huberle und Schriftführer
Waldemar Fuderer. Massenprüfer wie seither ist Michael
Cyriacus und neu Sonja Kugler-Wiedmann. Der Vorstand soll
die anstehenden Feiern zum 25-jährigen Jubiläum
der Jumelage in diesem und im nächsten Jahr noch vorbereiten,
dann ist eine schrittweise Verjüngung vorgesehen, die
sich z.T. jetzt schon abzeichnet.
Weitere
Punkte der Beratung waren die bevorstehenden Termine, insbesondere
der Austausch der Grundschulen und die Jubiläumsfeiern
dieses Jahr in Beaurepaire und 2013 in Auenwald. Zur Partnerschaftsfeier
vom 13. bis 15 Juli 2012 in Beaurepaire sind alle Bürgerinnen
und Bürger eingeladen, Anmeldungen nimmt die Gemeindeverwaltung
entgegen.
Bild:
Käse und Wein sorgten für französisches Flair.
Bild:
Die seitherige und wiedergewählte Vorsitzende Ulrike
Rückert nimmt die Glückwünsche und den Dank
von Bürgermeister Karl Ostfalk entgegen.
Piwi-Weinprobe
des Partnerschaftskomitees Auenwald - Beaurepaire e.V. mit
Achim Keser
Zu
einer Weindegustation der besonderen Art lud das Partnerschaftskomitee
in das alte Schulhaus nach Auenwald-Oberbrüden ein.
Die 1. Vorsitzende Ulrike Rückert brachte bei der Begrüßung
ihre Freude über das große Interesse und den
guten Besuch zum Ausdruck. Die von ihr, Margrit Huberle
und Ruth Bauer geschmackvoll dekorierten und gedeckten Tische,
sowie die gezeigten Plakate und Poster über die große
Vergangenheit des Weinbaus am Ebersberg gaben der Veranstaltung
ein besonderes Flair. Mit einem reichlichen Vesper wurde
die Grundlage für die Verkostung gelegt.

Der
Mitorganisator und Referent Achim Keser, Mitglied im Förderverein
des Piwi-Weinbaus und Wengerter am Ebersberg ging auf die
Vorgeschichte und Entwicklung der resistenten Rebsorten
ausgangs des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts ein. Dabei
zeigte er auch den Einfluss der Rebenzüchter der damaligen
Zeit in der Gegend um die Partnergemeinde Beaurepaire im
mittleren Rhônetal, lsère, Drôme und
Ardèche, sowie auch im Elsass auf: Als Mitte des
19. Jahrhunderts Reblaus und Pilzkrankheiten von Amerika
nach Europa eingeschleppt wurden, bedeutete dies den Zusammenbruch
des Weinbaus in Europa. Neue resistente Sorten, die mit
wildamerikanischen Sorten gekreuzt waren, wurden gezüchtet
und vermarktet.
Die bedeutenden Züchter der ersten resistenten Rebsorten
waren: Baco Bélus, Bertille Seyve Bougé, Seibel
Aubernas, Seyve-Villard, Oberlin, Kuhlmann. Obwohl deren
Reben fast 100 % resistent gegen Mehltau und robuster gegen
Frost waren und hohe Öchslegrade erreichten, hatte
man zunächst Probleme mit dem Geschmack des Weines.
Dass die neueren Züchtungen geschmackvoll und vollmundig
sind, zeigte die anschließende Weinprobe. Vor Beginn
der Verkostung demonstrierte Achim Keser die Dekantierung
des Weins sowie die Frischhaltung von angebrochenen Flaschen,
erklärte die Berechnung von Öchsle-Graden nach
dem angegebenen Alkohol- und Restzuckergehalt.

Dann wurde die Weindegustation eingeleitet mit einem erfrischenden
Johanniter-Sekt (Flaschengärung) aus dem Markgräflerland.
Insgesamt konnten 13 verschiedene Sorten von Öko-,
Demeter- und Piwi- Weinen in Auslese,
Spätlese, Q.b.A., Tafel- und Landweinqualität
mit Alkoholgehalten bis 15 % versucht werden.
Der angebotene Solaris - Auslese (W) mit 15 % Alkoholgehalt
ließ auf einen
Zuckergehalt von 127 ° Öchsle schließen,
und diese Spitzensorte konnte als Zugabe auch als Secco
verkostet werden.

Die
Gäste konnten sich bei der Degustation davon überzeugen,
dass der von Gerhard Seiter und Achim Keser ausgebaute Johanniter
-Weißwein, sowie das Rotwein-Cuvée aus Cabernet
Cortis und Regent durchaus mithalten können. Nicht
umsonst wurden diese Weine auch schon für eine Verkostung
von Piwi - Weinen auf der Stuttgarter Landesmesse ausgewählt.
Für diese umfangreiche und mit viel Fachwissen durchgeführte
Weinprobe spendeten die
anwesenden Gäste Achim Keser viel Beifall. Die Komiteevorsitzende
Ulrike Rückert bedankte sich abschließend bei
ihm mit einem Geschenk für seine umfangreiche Degustation
und sprach ihm ihre Bewunderung für soviel Weinwissen
aus.
Ein herzlicher Dank gilt auch Frau Birgit Czaker für
den Heimbringservice für die Gäste.
(kk)
Märchenschlösser
der Loire
Fahrt
des Partnerschaftskomitee
vom
19. bis 24. Juni 2011
Die
Teilnehmer vor dem Schloss Azay-le-Rideau
Siebzig
Teilnehmer aus Auenwald und Umgebung fuhren mit dem Partnerschaftskomitee
Auenwald- Beaurepaire für eine Woche an die Loire.
Zentraler Aufenthaltsort war die alte Königsstadt Blois.
Zwei deutsch-französische Historiker aus Paris begleiteten
die Gruppe
Als erstes stand ein Besuch in der um 650 vom Heiligen Odo
gegründeten Benediktinerabtei Saint-Benoît-sur-Loire
auf dem Programm, einem der bedeutendsten Zentren der
Kluniazensischen Bewegung.
Ein
Kleinod romanischer Baukunst und UNESCO-Weltkulturerbe Nach
der Zerstörung des vom Heiligen Benedikt gegründeten
Klosters auf dem Montecassino in Italien brachten Mönche
die Reliquien des Heiligen nach Fleury an der Loire, wo
sie in der Krypta der 1067 gebauten romanischen Basilika
aufbewahrt werden. Auch das Grab Philipp I. von Frankreich,
der 1108 in der Kirche bestattet wurde, ist bis heute erhalten.

Im Vorhof mit den biblischen "12 Toren" finden
sich die biblischen Geschichten auf den Kapitellen der romanischen
Säulen
Unweit von Saint-Benoît liegt die kleine Stadt
Sully an einer besonders flachen Stelle, einer alten
Furt der Loire.

Leider war eine Innenbesichtigung des von einem hohen Donjon
und dicken Rundtürmen geschützten Schlosses nicht
möglich, doch die mächtige Außenansicht
und die besondere Lage am Fluss und die alten Stadt mit
ihrem großen Markt waren den Besuch wert.

Von dort ging es in das Städtchen Beaugency,
das im 100-jährigen Krieg eine große Rolle gespielt
hat und 1429 von den französischen Truppen unter Jeanne
d'Arcs Führung von den Engländern befreit wurde.
Die 400 Meter lange Brücke über die Loire aus
dem 14. Jahrhundert, der eindrucksvolle 36 Meter hohe Donjon
der Burg und die Kirche der Augustiner-Abtei Notre-Dame
aus dem 12. Jahrhundert wurden besichtigt.

Dort schloss sich auch die Mutter unserer Französischlehrerin
Gaëlle Klenk, die unweit wohnt, zum ersten Mal der
Reisegesellschaft an.
Am Ende dieses ersten Besichtigungstages ging es zurück
nach Blois und dort hinauf zum Königsschloss.
Von hier aus befreite Jeanne D'Arc die Stadt Orléans.
Vorübergehend war es Residenz der französischen
Könige. In der Auseinandersetzung zwischen den katholischen
Königen und den Protestanten kam es hier 1588 zur Ermordung
Heinrichs des Herzogs von Guise. Die Renaissancetreppe,
die königlichen Gemächer,

die üppig verzierten Kamine wurden bestaunt, der Thron
hatte es besonders den mitreisenden Jugendlichen angetan*
Nach dem langen Tag tat eine Abkühlung im hoteleigenen
Poo,l gut und beim gemeinsamen Abendessen konnte man die
im Bus begonnenen Gespräche weiter vertiefen. Einzelne
Nimmermüde stiegen dann noch durch Felder und Wiesen
hinab an die Loire; die meisten waren aber froh, sich nach
dem vielen Gesehenen ausruhen zu können.
Der
zweite Tag führte uns in das hoch über der Loire
gelegene Schloss Chaumont, das über eine Zugbrücke
erreicht wird.

Hier fand 1170 das legendäre Treffen des englischen
Königs Heinrichs II. mit Thomas Becket, dem Erzbischof
von Canterbury statt, der später, nachdem er den König
mit dem Bann belegt hatte, in seiner Kathedrale ermordet
wurde ("Murder in the Cathedral"). 1560 erwarb
Katharina von Medici das Schloss, um die Maitresse ihres
Gemahls, Diana von Poitiers, dorthin zu verbannen und deren
Schloss Chenonceau zu übernehmen. Madame des Staël
schrieb dort ihr Werk über Deutschland ("De l'Allemagne"),
August Wilhelm Schlegel und Adalbert von Chamisso waren
bei ihr dort zu Besuch.

Der herrliche Blick über die Loire und eine
zauberhafte Gartenausstellung in zarten blau-weiß-Tönen
begeisterten im Park des Schlosses.
Nur wenige Kilometer entfernt, in einem großen Park,
liegt das kleine, aber sehr typische Schloss Beauregard,
noch in Privatbesitz.

Außerordentlich ist hier die "Galerie des Illustres"
mit 327 gemalten Porträts berühmter Persönlichkeiten
aus der Zeitgeschichte des Schlossherren Ardier, Schatzmeister
Heinrichs II und Heinrichs IV, sowie Ludwig XIII von Frankreich.
In diesem Saal ist der Boden seit 1646 gefliest mit Delfter
Kacheln, bemalt mit einer Armee von Soldaten aller Waffenrichtungen
eines Feldzuges. Das sogenannte "Schellenkabinett",
handgeschnitzt und goldbemalt zeigt das Wappen des späteren
Schlossherren du Thier.
Von hier ging es weiter zu dem größten der Loireschlösser,
Schloss Chambord, ebenfalls zum Weltkulturerbe der
UNESCO gehörend. Zur Zeit Franz I. war das Loiretal
Mittelpunkt des französischen Hofes. In der Auseinandersetzung
um die Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich versuchte
Franz Kaiser Karl V. zu übertrumpfen und baute in einem
mehr als 5 Hektar großen Park ein riesiges Jagdschloss,
über und über mit seinem Symbol, dem Feuersalamander,
verziert, in dem er den Rivalen tatsächlich einmal
empfangen konnte. Besonders genutzt wurde Chambord unter
dem Sonnenkönig Ludwig XIX; Moliere spielte hier Theater.
Der polnische König Stanislaus I. Leszczynskis lebte
dort im Exil. Moritz von Sachsen, als Marschall im Dienst
der französischen Krone erhielt es als Wohnsitz und
ließ riesige Kachelöfen aus Meißener Porzellan
in seinen Gemächern aufstellen.
Besonders beeindruckten uns die wohl von Leonardo da Vince
entworfene doppelte Wendeltreppe und die reiche Dachlandschaft
mit den vielen hundert Kaminen.
Nach Blois zurückgekehrt, machte die Gruppe an diesem
warmen Sommerabend noch einen Rundgang durch die Altstadt,
in der bereits viele Musikgruppen das "Fête de
la Musique" vorbereiteten.
Der neue Tag wartete mit Regen und dunklen Wolken auf uns.
Schade, denn das Wasserschloss Chenonceau liegt besonders
hübsch über einer Brücke über den Fluss
Cher, einen Nebenfluss der Loire.

Es ist das Schloss der Diane de Poitiers, das sie später
Katharina von Medici, der Witwe Heinrich II. und Regentin
für ihren Sohn Franz II, überlassen musste. Voltaire
und Montesquieu waren dort später zu Gast und eine
spätere Schlossherrin, Madame Dupin stellt für
ihren Sohn einen Hauslehrer ein, Jean-Jacques Rousseau,
der seine Erfahrungen mit dem Kind in seinem Erziehungsroman
"Emile" verarbeitet hat. Die vollkommene Ausstattung
mit herrlichen Möbeln, eine mehrräumige Küche
mit blank poliertem Kupfergeschirr, das eindrucksvolle Schlafzimmer
der trauernden Witwe von Franz II. Louise de Lorraine-Vaudémont
und vor allem die außerordentlich prächtigen
frischen Blumengestecke in allen Räumen entschädigten
für das schlechte Wetter.

Unser nächstes Ziel war das Königsschloss von
Amboise und, siehe da, der Himmel riss auf und die Loirelandschaft
lag hellblau mit Wolken und dem Duft des Atlantiks als "La
douce France" zu unseren Füssen. Eine weite alte
Brück überspannt hier, wieder an einer Furt, die
Loire. Seit der Zeit der Franken und der Normanneneinfälle
gab es hier eine Burg, die unter Karl VII, Ludwig XI. und
Karl VIII. zur Residenz wurde, der Beginn der französischen
Renaissance.

Zwei mächtige Rundtürme, durch die Kanonen heraufgezogen
werden konnten, sind noch zu begehen. Die Hubertuskapelle
aus der Zeit des "Gothique flamboyant" zeigt die
Legende des Heiligen Hubertus und enthält das Grab
Leonardo da Vincis.

Viele kleine Geschäfte und schöne Cafés
luden über Mittag zum Verweilen ein, ehe es weiter
ging nach Vouvray in der Touraine, wo eine große
Kellerei ("Cave des producteurs") besichtigt
wurde.

Die "Appelation contrôlée Vouvray"
kann ausschließlich für Weine der Rebsorte Chenin
blanc vergeben werden. Spezialität ist ein Sekt "Vouvray",
der unter anderen Weinen verkostet werden konnte.
Entsprechend beschwingt ging es nach Tours, wo ein
Rundgang durch den nicht zerstörten Teil der Altstadt
folgte.
372
wurde der spätere Heilige Martin Bischof von Tours.
Seine Gebeine ruhen in der Krypta der ehemaligen Kathedrale,
heute der neuen Basilika Saint-Martin. Wie schon
in der kleinen Kapelle von Chaumont fand sich mit "Laudate
omnes gentes" ein spontaner Chor zusammen, der die
Krypta füllte. Über den Loiredeich ging die Fahrt
nach Blois zurück.
Der
letzte Tag an der Loire gehörte zunächst dem
Schloss Langeais, in welchem am 6. Dezember 1491 die
Hochzeit Karls VIII. von Frankreich mit der 14-jährigen
Anne de Bretagne stattfand, eine politische Hochzeit.
Im Hundertjährigen Krieg wurde die Burg von den Engländern
erobert. Die Heirat besiegelte gleichzeitig die Zugehörigkeit
der Bretagne zu Frankreich anstatt zu England.

Diese Hochzeit wird hier mit Figuren
szenisch dargestellt. Das Schloss ist reich mit Möbeln
und einmalig erhaltenen 1000-Blumen-Wandteppichen aus der
Zeit ausgestattet, die ein späterer Sammler, Siegfriedt,
zusammengetragen hat und die eindrucksvoll die Geschichte
vermitteln.
Eins der schönsten Schlösser der Loire, Azay-le-Rideau
über dem Nebenfluss Indre gelegen, stand als nächstes
auf dem Programm. Am 4. Juli 1189 wurde hier der Frieden
von Azay zwischen König Heinrich II. Plantagenet von
England und König Philipp II. August von Frankreich,
Verbündeter von Heinrichs Sohn Richard Löwenherz,
geschlossen. Johann ohne Furcht von Burgund hatte hier eine
Garnison. Das kleine von Wasser umgebene Schloss beherrscht
ein hübsches Städtchen.

Es ist mit großen Wandteppichen, schönen
Kaminen, einer besonderen Kassettendecke im Treppenhaus
und kostbaren Möbeln ausgestattet.

Unsere hervorragenden beiden Führer hatten das Schloss
Villandry an das Ende dieses letzten Tages gesetzt.
1536, nicht mehr als Festung, sondern allein als Wohnschloss
errichtet, bezaubert es durch seine wunderbaren in Terrassen
angelegten französischen Gärten,
den
Wassergarten, Ornamentbeete aus Buchsbaum, blau gefüllt,
den "Garten der Liebe", den vielfarbige, streng
geometrisch angeordnete Gemüsegarten, einen Medizinalgarten,
alles geschmückt mit Lauben, Fontänen und Rosenstöcken.

Das war ein leuchtender Abschluss einer besonderen
Reise.
Da auf der Hinfahrt die Zeit für eine Reiseunterbrechung
in der Champagne nicht gereicht hat, versprach uns unser
außerordentlich liebenswürdiger und tüchtiger
Busfahrer für die Rückfahrt eine Pause in Reims.

Nachdem der Autobahnring um Paris gut passiert war, konnten
wir an der Kathedrale halten und den "Ange souriant"
(Lächelnden Engel) am linken Hauptportal zusammen
mit den anderen Figuren bewundern. Die Vollkommenheit des
gotischen Baus, die farbintensiven vielfächerigen Rosetten
und die z.T. leider verhängten Chagallfenster im Chor
wurden besichtigt, ehe endgültig die Heimreise angetreten
wurde.
Trotz
der sehr großen Teilnehmerzahl ist die Reise ohne
Komplikationen verlaufen. Wieder einmal hat sich bestätigt,
dass sich im Partnerschaftskomitee Menschen zusammenfinden,
die aufgeschlossen und flexibel auf alles reagieren und
auf andere zugehen, die nicht nur auf sich selber schauen,
sondern gerne Neues und Neue kennenlernen Eine erfüllte
und fröhliche Reise, von der wir alle noch lange zehren
werden. Ein besonderes Lob an die vier Jugendlichen, die
toll an allem teilgenommen haben und geduldig waren, wenn
es vielleicht manchmal für sie zu historisch wurde.
Dank auch unserem Busfahrer und unseren beiden Führern,
die die Geschichte in unserer Gegenwart aufleben ließen.
Ulrike
Rückert
|
und
hier noch ein paar Impressionen:
|
|
|
|

nach
oben
Jahresbericht 2010
Ein von vielfältigen Aktivitäten geprägtes
Jahr liegt hinter uns. Angefangen hatte das Partnerschaftsjahr
mit dem traditionellen "Dîner amical", das
wieder viele Mitglieder, Teilnehmer der Französischkurse
und Freunde in geselliger Runde vereinte.
Ein
Schwerpunkt sind die erfolgreichen Französischkurse
mit Michaela Venturini in der Ratsscheuer, die zusammen
mit der Volkshochschule veranstaltet werden, und die z.T.
schon mehr als fünf Jahre laufen.
Im
Frühjahr fuhren unsere Grundschüler der Französisch-AGs
beider Grundschulen nach Beaurepaire und wurden dort bestens
seitens der Schulen, des Beaurepairer Partnerschaftskomitees
und von Bürgermeister Mignot aufgenommen. Ein nochmaliger
Dank an Frau Huberle und Frau Venturini, die sich diese
große Mühe machen und damit die Basis für
unsere Arbeit bilden.




Margrit
Huberle übernahm ebenfalls die Führung bei der
Berlinfahrt des Partnerschaftskomitees. Niemand hätte
uns die Besonderheiten der Hauptstadt besser zeigen können.
Höhepunkte waren, zusätzlich zu dem kulturellen
und Besichtigungsprogramm in Berlin und Potsdam, die Empfänge
in der baden-württembergischen Landesvertretung, im
Kanzleramt und in der Botschaft Frankreichs. Eine besonders
nette Teilnehmergruppe trotzte dem Regen, und alle werden
sich an die schönen gemeinsamen Tage noch lange erinnern.
Einige französische Familien kamen zum Serenadenabend
des Bürgervereins Ebersberg, sie wurden in ihren langjährigen
Gastfamilien betreut.
Die Auenwaldhocketse forderte einmal wieder vollen Einsatz
und dankenswerterweise halfen uns auch viele Grundschuleltern
und Mitglieder, trotz des ungünstigen Termins direkt
vor den Sommerferien.
Im zweiten Halbjahr wurde der neue Partnerschaftsraum eingerichtet
und dann eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit konnte Frau
Rückert besonders Herrn Karl Trautwein danken, der
uns so lange Jahre in seiner Garage mit all unseren Sachen
und auch während der Hocketse beherbergt hat.

Der
Weihnachtsmarkt fand bei besonders schönem winterlichem
Wetter statt. Wieder hatten fleißige Hände geholfen,
den Stand aufzubauen und zu schmücken, Schalbretter
und Tische zu besorgen, Lavendelsäckchen zu nähen
und zu besticken, Crêpesteig zu rühren und dann
die Crêpes auszubacken, Lachsweckle zu richten und
Glühwein und Kinderpunsch auszuschenken. Wir haben
einmal nachgezählt: alles in allem waren an diesem
Weihnachtsmarkt 54 !! Leute beteiligt, eine unglaubliche
Zahl, und wir sind sehr dankbar, dass sich immer wieder
Grundschulväter und -mütter finden, getreue Mitglieder
und Freunde, die ihre Zeit für uns opfern. Wir hoffen,
es hat den Beteiligten auch Spaß gemacht! Auf diese
Weise ist es uns wieder möglich, z.B. den Schüleraustausch
zu unterstützen, Kindern und Lehrerinnen der Französisch-AGs
zu beschenken und soziale Projekte in unserer Partnerstadt
zu bedenken.
Zum Abschluss des Jahres öffneten wir das 13. Türchen
am "Lebendigen Adventskalender" im Rathausinnenhof,
zusammen mit Kindern und Eltern der Französisch-AGs.
Wir danken Kurt Keser für seine allwöchentlichen
Berichte aus unserer Partnerstadt, Klaus Hiddeßen
für die Pflege unserer Homepage "http://partnerschaft-auenwald.de"
und allen Familien und Vereinen, die sich für die Partnerschaft
unserer Gemeinde mit Beaurepaire engagieren.
Ulrike Rückert
1. Vorsitzende