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Jahresbericht
2011 der Vorsitzenden Ulrike Rückert vom 15. März
2012
Sehr
geehrter Herr Bürgermeister Ostfalk, liebe Mitglieder,
Ich
berichte hier über den Zeitraum seit unserer letzten
Jahreshauptversammlung am 14. April 2011:
Wie in jedem Jahr bildeten die Schüleraustausche
einen Schwerpunkt in unserer Partnerschaft. Nachdem vom
14. - 20.3.2011 Schüler und Schülerinnen des
Bildungszentrums unter der Leitung der Lehrer Manfred
Schaible und Angela Müller zum Collège
Luzy-Dufeillant nach Beaurepaire gefahren waren, fand
der Rückbesuch nach den Pfingstferien vom 23.5. -
28.5 statt. Die Französischfachschaft des Bize hatte
sich zusammen gesetzt und Zustimmung zu diesem Schüleraustausch
signalisiert, aber auch die Priorität des Marly-Austausches
betont. Nach einer Nachtfahrt mit dem Eurolines-Bus von
Lyon nach Stuttgart (10 Stunden), gab es gleich einen
Stadtrundgang. Die Schüler nahmen am Unterricht teil
und machten mit ihren Austauschpartnern einen Ausflug
nach Stuttgart in die Wilhelma und ins Daimlermuseum.
Sie besichtigten das Römerkastell in Welzheim, das
Naturparkzentrum, das Schweizer-Museum in Murrhardt und
die Rümelinsmühle. Die Schüler und Kollegen
aus Beaurepaire, Marlène Cysique und Ulrike
Capitain, wurden sowohl von der Schulleitung des Bize
als auch im Rathaus von Bürgermeister Ostfalk und
dem Partnerschaftskomitee empfangen. Ein gemeinsames Grillfest
mit den Gastfamilien und den Fachkollegen vom Bize auf
dem Ebersberg fand am 26. Mai statt. Die Kinder bekamen
so ein umfangreiches Programm geboten, zu dem das Partnerschaftskomitee
einen Beitrag von 200,- Euro leisten konnte. Das staatliche
Collège Jacques Brel hatte ebenfalls kurzfristig
wegen eines Austausches angefragt, der aber nicht mehr
zustande kam, da die unterschiedlichen Ferientermine und
die Kapazität des Bize nicht mehr die Möglichkeit
boten. Die anfragende Lehrerin, Frau Vinet, ist inzwischen
versetzt. Die Schulleiterin und eine neue Fachkraft haben
die Anfrage wieder in diesem Jahr neu gestartet, und wir
streben einen gemeinsamen Austausch der beiden Collèges
aus Beaurepaire mit dem Bize an.
.Vom
25. bis 28. Mai fand der Besuch der Grundschüler
des Collège Luzy-Dufeillant bei der Grundschule
Unter-/Oberbrüden statt. 37 Schüler und 4 Begleiter
wurden von den Gastfamilien, Bürgermeister Ostfalk
und dem Partnerschaftskomitee in der Auenwaldhalle begrüßt.
Am Folgetag erkundeten sie mit ihren Gastschülern
das Daimler-Benz-Museum mit Hilfe von Arbeitsmappen, ein
Picknick bot eine willkommene Tobepause, und weiter ging
es zur Burgfalknerei Hohenbeilstein. Bei der Rückkehr
wartete ein üppiges, von den Eltern bereitetes Vesperpicknick
im Pfarrgarten Oberbrüden auf die Ausflügler.
Der Freitag gehörte dann dem "normalen"
Schulunterricht, bei dem Schülerinnen und Schüler
des Bize dolmetschen halfen. Allen Kolleginnen, die sich
bereit erklärt haben, den Unterricht für die
Gastschüler mit erlebbar zu machen, sei hier herzlich
gedankt, genauso der engagierten Schulleitung. Am Samstagmorgen
ging es dann wieder zurück nach Beaurepaire, und
manche Abschiedsträne konnte man am Bus bemerken.
Herzlichen Dank den organisieren Lehrerinnen und Lehrern,
sowohl vom Collège, wie insbesondere Margrit Huberle
und Michaela Venturini.
Die
staatliche Grundschule La Poyat war offiziell und rechtzeitig
zum 50-jährigen Jubiläum der Grundschule Lippoldsweiler
eingeladen worden, doch leider kam wieder einmal kein
Besuch zustande. So wurde inzwischen der Beschluss gefasst,
dass Lippoldsweiler sich an dem Austausch mit Luzy-Dufeillant
in Zukunft beteiligen wird.
Nicht durch uns veranlasst, aber sehr im Sinne unserer
Arbeit, ist auch der alljährliche Europäische
Wettbewerb der Grundschulen. Zahlreiche Preisträger
wurden sowohl in der Grundschule Ober-/Unterbrüden
wie auch in Lippoldsweiler ausgezeichnet. Für die
Teilnahme an diesem Wettbewerb und die Begleitung der
Schüler danken wir den beteiligten Lehrerinnen und
Schulleitern ganz herzlich.
Im
Juli wurde Rektor Werner Pabst aus dem Schuldienst
verabschiedet. Sein Name steht als einer der ersten auf
der Gründungsurkunde des Partnerschaftskomitees.
Seine Idee war es, den Französischunterricht an den
Grundschulen einzurichten. 20 Jahre lang hat er in jeder
Weise diesen Unterricht, den Schüleraustausch und
die Partnerschaft unterstützt. Bei der Verabschiedung
konnten wir ihm danken und ihm einem Gutschein für
ein französisches Menu im Waldhorn überreichen.
Wir hoffen sehr, dass er nun auch im Ruhestand, wo viele
Interessen auf ihn einstürmen, Zeit für unsere
Partnerschaft findet. Zu dieser Verabschiedung waren auch
extra aus Beaurepaire Vertreterinnen des Collège
Luzy-Dufeillant, Danièle Biichlé und
Sylvie Issartel und Bruno Vacheresse gekommen
Am
25. Juli wurde dann unsere Französischlehrerin der
ersten Stunde, Herz und Seele des Unterrichts, Margrit
Huberle, in den Ruhestand verabschiedet. In einer
kleinen gemütlichen Feierstunde wurde ein Rückblick
auf die 20 Jahre Schulunterricht, die vielen Schüleraustausche
und ihr allgemeines, großes Engagement für
die Schule gehalten. Ihre Kollegin aus Beaurepaire,
Frau Biichlé, dankte ihr mit bewegten und sehr
persönlichen Worten, und für das Partnerschaftskomitee
konnte ich ihr für ihren außerordentlichen
Einsatz danken. Auch für sie hatten wir einen Gutschein
für ein Menu zu zweit vorbereitet. Zum Glück
bleibt und Frau Huberle im Partnerschaftskomitee weiter
erhalten. Sie hat auch ihre Nachfolgerin Gaëlle
Klenk eingearbeitet und begleitet das Geschehen in
der Schule auch weiterhin. So ist sie dabei, einen Bus
zum Jubiläum unserer Partnerschaft in Beaurepaire
aus Grundschülern und mit ihren Eltern zusammen zu
stellen. Beide Verabschiedungen, von Werner Pabst und
Margrit Huberle, kommentierte der "Dauphiné
Libéré" mit: "La retraite pour
deux "piliers" ( DL 12.8.11 S.12)
Ein
weiteres Standbein unserer Partnerschaft sind die Französischkurse
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, die nun schon
seit ca. 7 Jahren Semester für Semester gut laufen.
Inzwischen sind es 3 Kurse, die Michaela Venturini
unterrichtet, und der große Erfolg dieser Kurse
ist ihrem Können und ihrer Persönlichkeit zuzurechnen.
Die Kurse nehmen an unseren Dîners teil und zeigen
etwas, von dem, was sie gelernt haben, und immer wieder
werden auch Kursteilnehmer Mitglied in unserem Partnerschaftskomitee.
Die Subvention der Kurse mit jeweils 10,- Euro pro Teilnehmer
ist im Verhältnis eine gute Investition in die Grundvoraussetzung
für unsere Partnerschaft, dass man die Sprache der
Partner versteht und spricht. Schön wäre es,
wenn in Beaurepaire auch eine solche Möglichkeit
geboten werden könnte.
Im
Juni fand dann unsere lange vorbereitete Reise an die
Schlösser der Loire statt. Das ursprünglich
angestrebte Treffen mit unseren Beaurepairer Freunden
hat leider nicht geklappt, aber es wurde dennoch eine
außergewöhnliche Fahrt mit 70 Teilnehmern,
darunter vier Kinder. Die Stationen rufe ich hier nur
ganz kurz in Erinnerung: Bendiktinerabtei Saint Benoît-sur-Loire
- Sully mit seinen dicken Rundtürmen und dem kleinen
Städtchen -Beaugency, die Stadt Jeanne-d'Arcs mit
der 400 m langen Brücke über die Loire - das
Königsschloss in Blois. Am zweiten Tag Chaumont mit
dem herrlichen Blick über das Loiretal und seiner
Gartenausstellung - Beauregard, Galerie der 327 Porträts
von berühmten Persönlichkeiten und der Delfter
Kachelboden mit allen Waffengattungen der Zeit - Chambord,
größtes und Prunkschloss Franz I. - das "Fête
de la Musique" in Blois. Am nächsten Tag Chenonceaux,
Schloss über die Cher gebaut - Amboise mit der Hubertuskappelle
und dem Grab Leonardo da Vincis - die Weinprobe in Vouvray
- Tours mit dem Grab Sankt Martins. Am letzten Tag dann
Langeais, das Schloss mit den 1000-Blumen-Wandteppichen,
in dem Anne de Bretagne Karl den VIII. heiratete - Azay-le-Rideau
und schließlich Villandry mit seinen zauberhaften
Gärten. Wir hatten nicht nur einen geduldigen, sehr
netten Busfahrer, sondern vor allem zwei ausgezeichnete,
hoch gebildete und flexible Führer, die uns diese
Landschaft, ihre Geschichte und Kultur näher gebracht
haben. Auf der Rückfahrt konnten wir dann noch die
Kathedrale in Reims besichtigen. Eine rundum interessante
Fahrt, bei der viele Menschen Neues und Gemeinsames entdeckt,
gute Gespräche geführt und neue Bekannte gefunden
haben. Dank hier an Klaus Hiddeßen für
die umfangreiche Vorbereitung und die viele Arbeit bei
der Erstellung der Foto-CD und Margrit Huberle für
die Verwaltung der Kasse mit den vielen Buchungen.
Ende
August fand das große Motorradtreffen des MC
Trailhof statt, zu dem auch eine Delegation mit der
Vorsitzenden des Beaurepairer Motorradclubs und mit Toni
Toma gekommen war. Der MC Trailhof hatte uns eingeladen,
sie zu begrüßen, was Kurt Keser und ich gerne
getan haben. Wir konnten ihnen dabei Wegzehrung und ein
Buch über das Weissacher Tal mitgeben. Die Besucher
waren von der Veranstaltung des MC Trailhof begeistert
und ein Gegenbesuch im Juli, zum 25-jährigen Jubiläum
der Partnerschaft wahrscheinlich, wurde ausgemacht. -
Wir haben den MC Trailhof angeschrieben, ob der Verein
Mitglied im Partnerschaftskomitee werden möchte.
Bis jetzt ist allerdings noch keine Antwort gekommen.
Am
21.10 fand eine Sitzung des Partnerschaftskomitees mit
anschließendem gemütlichen Beisammensein der
Teilnehmer an der Loirefahrt statt. Zu diesem Abend waren
ca. 80 Personen gekommen. Die wunderbare CD, die Klaus
Hiddeßen in mühsamer Arbeit aus den Bildern
verschiedener Mitreisender zusammengestellt hatte, wurde
an diesem Abend erstmals gezeigt und verteilt. Es war
ein außerordentlich schöner Abend, was allgemein
bestätigt wurde, 4 Personen wurden Mitglied des Komitees.
Am
18. November fand dann eine sehr gut besuchte Weinprobe
mit Achim Keser im Alten Schulhaus in Oberbrüden
statt. Es wurden Bio- und Demeterweine aus dem Piwi-Weinbau
verkostet, darunter 2 Weine aus Auenwald. Wir hatten dazu
ein Vesper, z.T. privat vorbereitet, und konnten so die
Kosten bei 12,- Euro / Person halten. Erika Teer hat wieder
mit decken und schmücken geholfen. Achim Keser hatte
Schautafeln und Kurt Keser ein Infoheft für
die Teilnehmer vorbereitet. Es wurde ein sehr informativer
und fröhlicher Abend, an den die Teilnehmer, unter
denen auch Nicht-Mitglieder des Komitees waren, sich gewiss
lange erinnern werden.
Für
den Weihnachtsmarkt am 3. Dezember waren schon
Vorbereitungen im Gang. Die Zusammenarbeit mit Frau Huberles
Nachfolgerin Gaëlle Klenk und mit Frau Venturini
funktionierte sehr gut, (Frau Huberle hatte wieder die
Koordination übernommen), und viele Grundschuleltern
waren bereit, uns am Stand wieder zu helfen. Das milde
Wetter war angenehmer als im letzten Jahr. Beim traditionellen
Chor der Französisch-AGs waren besonders viele Zuhörer
gekommen. Wie immer konnten wir uns bei den Schülern
mit dem Schokoladen-"Papa Noël" bedanken
und den Lehrerinnen unsere Anerkennung für die oft
mühevolle Arbeit mit einem Blumenstrauß ausdrücken.
Dank an alle, die geholfen haben, vom Zeltaufbau über
Crêpesbacken, Glühwein und Kinderpunsch ausschenken,
stellvertretend hier: Wolfgang Bauer, Ehepaar Theuerkauf,
Karl Bäuerle und Fa. Klink für das zuverlässige
Besorgen der Schalbretter, Getränke Müller für
das kostenlose Zurverfügungstellen von Bänken
und Tischen.
Am
5. Dezember nahmen wir dann am "Lebendigen Adventskalender"
der Kirchengemeinde Ober-/Unterbrüden teil. Wieder
waren die Lehrerinnen und Kinder und Eltern der Französisch-AGs
mit dabei und sangen mit uns französische und deutsche
Weihnachtslieder. Dafür hatten wir wieder ein Liedblatt
entworfen. Diese etwa halbstündige Begegnung im Innenhof
des Rathauses war ein schöner Abschluss eines erfüllten
Jahres
Eine
große Hilfe ist der Partnerschaftsraum im Alten
Rathaus in Unterbrüden, der uns seit dem vorigen
Jahr zur Verfügung steht und wo unsere "Habe"
gelagert werden kann. Wir hatten auch vor dem Raum im
Eingang Plakate und Bilder aufgehängt, die auch von
den Besuchern der Postfiliale oft angesehen wurden. Leider
ist diese Werbemöglichkeit mit der Schließung
der Filiale weggefallen.
Über
all diese Ereignisse wurde im Mitteilungsblatt ausführlich
und z.T. auch in der Backnanger Kreiszeitung berichtet.
Mehrere
Sitzungen fanden auch zur Vorbereitung der Auenwaldhocketse
2012 statt. Über diese werden wir nachher berichten.
Nicht
zustande gekommen ist 2011 leider der Besuch der Jugendfußballer
zum Internationalen Pfingstturnier von Formafoot in Saint-Barthélemy
und, wie ich höre, wird dieser Besuch auch in diesem
Jahr ausfallen, da die Jugendfußballer eine Woche
vor diesem Termin nach England fahren. Wir bedauern das
außerordentlich, denn alle Jahre zuvor waren die
Jugendlichen und ihre Begleiter außerordentlich
zufrieden mit diesem Besuch bei den Beaurepairer Jugendlichen.
Am
Jahresbeginn 2012 fand dann wieder unser großes
Dîner amical statt. Ca. 80 Personen waren
zusammen gekommen, hatten gekocht, gedeckt und Programmbeiträge
vorbereitet, manche sogar alles gleichzeitig. Es wurde
gesungen und musiziert, erzählt, gegessen und gelacht,
wieder einmal ein außergewöhnlich fröhlicher
Abend, wie allgemein bestätigt wurde, ein Beaurepairer
Gast konnte auch begrüßt werden und Manfred
Schaible und Frau waren von Seiten des Bildungszentrums
anwesend. Solche geselligen Veranstaltungen bringen die
Menschen in unserem Ort und Komitee zusammen und werden
sich hoffentlich auch in der Zukunft positiv auswirken.
So
war es ein erfülltes Jahr für die Partnerschaft,
auch wenn es keinen Austausch zwischen den Erwachsenen
aus den Partnergemeinden gegeben hat. Das werden wir hoffentlich
in 2012 und 2013 intensiv nachholen. Wir sind jetzt 82
Mitglieder, davon 49 Familien, 15 Vereine bzw. Institutionen,
16 Einzelpersonen und 2 Ehrenmitglieder. Werben müssen
wir weiter um junge Mitglieder, insbesondere auch im Gemeinderat,
wo die Gründungsmitglieder der ersten Stunde nach
und nach ausgeschieden sind, und bei den Familien der
Austauschschüler.
Dank:
Zu danken habe ich zunächst Herrn Bürgermeister
Ostfalk für die ausgezeichnete Zusammenarbeit
im Bereich der Partnerschaft. Ein Zeichen dafür ist
das Partnerschaftswappen auf dem Mitteilungsblatt, auch
in seiner neuen Gestalt, die Werbung für unser Jubiläum,
oder konkret die neu geschaffene Ecke an der Einmündung
der Beaurepairestraße in die Kreisstraße mit
den Holztafeln der beiden Wappen der Partnerschaft, eine
ausgezeichnete Idee. Dem Künstler, der diese Tafeln
hergestellt hat, möchten wir ebenfalls sehr herzlich
danken. Dank auch unserem Waldemar Fuderer, der
in seiner Doppelfunktion als Schriftführer, Vorstand
und Hauptamtsleiter, der ideale Mittler zwischen den beiden
Ebenen Gemeinde und Komitee ist. Dass er, nicht nur nebenbei,
alle unser Feste mit seinem Akkordeon belebt, sei hier
auch einmal wieder erwähnt. (Wir sind auch froh,
dass Yvonne Bader demnächst in seine Fußstapfen
tritt und unserer Partnerschaft bereits verbunden ist.)
Lieber Waldemar, für all Deinen Einsatz, der jetzt
auch wieder in Hinsicht die Auenwaldhocketse und auf das
25-jährige Jubiläum sichtbar wird, danken wir
Dir ganz herzlich.
Von Herzen danke ich auch meinem Stellvertreter Kurt
Keser. Du hast bei vielen Ereignissen, insbesondere
bei der Weinprobe mitgeholfen, und ohne deine konstanten
Berichte aus der Partnerstadt wären unsere Auenwalder
nicht so gut und gründlich informiert. So begegnen
sie wöchentlich der Partnerschaft und leben bewusst
oder unbewusst mit ihr.
Ganz besonders danke ich Dir, liebe Margrit Huberle,
ohne Deine konstante Begleitung und Mitdenken und Mitraten,
und Mithilfe würde vieles nicht zustande kommen.
Manches habe ich vorher erwähnt. Als Kassenführerin
leistest Du zusätzlich Arbeit, z.B. für die
umfangreichen Buchungen anlässlich der Fahrt an die
Loire. Dies ist noch dazu eine Arbeit, die dir nicht furchtbar
lieb ist, und es sei nicht verschwiegen, dass Du sehr
bereit bist, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin einzuarbeiten.
Dank für alles, was Du in diesem letzten Jahr für
die Partnerschaft getan hast.
Ich danke ebenfalls den beiden Kassenprüfern,
Herrn Cyriakus, der dieses Amt schon seit Gründung
des Komitees innehat und Herrn Stuhlmann, der seit
dem Ausscheiden von Herrn Matyas das Amt übernommen
hatte, für ihre zuverlässige Arbeit, die wir
dringend benötigen, damit das Finanzamt mit allem
zufrieden ist und uns der Gemeinnützigkeitsstatus
erhalten bleibt. Herr Stuhlmann möchte aus Altersgründen
nicht mehr kandidieren und wir bedanken uns bei ihm für
die Zeit, die er für unser Komitee ehrenamtlich investiert
hat.
Ein besonderer Dank gilt unserem stets aktuellen Homepage-Verantwortlichen
Klaus Hiddeßen, der in diesem Jahr sehr viel
zu tun hatte. (Unser Link http://partnerschaft-auenwald.de
wird leider gar nicht oft genug aufgerufen, obwohl wir
immer aktuell sind. Ich denke, wir müssten ihn mehr
verbreiten und vielleicht in den Titel im Mitteilungsblatt
aufnehmen.) Insbesondere aber für die Loirefahrt
hast Du sehr viel Arbeit gehabt, Du hast Mitfahrer geworben,
die umfangreichen Infomappen hergestellt, während
der Fahrt ständig mit organisiert und am Ende noch
die CDs zusammengestellt und kopiert. Dank für alles.
Dank auch an alle Mitglieder, die sich an unterschiedlichsten
Stellen in die Arbeit mit eingebracht haben, an alle,
die ihre privaten Kontakte in die Partnerstadt pflegen
und so unser Arbeit mit tragen.
Wir haben im vergangenen Jahre einige neue Mitglieder
gewonnen. Darüber freuen wir uns sehr und wir hoffen,
dass wir mit unserer Arbeit das Vertrauen aller Mitglieder
bestätigen können.
Ulrike
Rückrt
Besuch des Motorradclubs aus Beaurepaire beim MC Trailhof
Am
12. Motorradtreffen des MC Trailhof nahm auch eine Delegation
des Motorradclubs aus unserer Partnerstadt Beaurepaire
mit der Präsidentin Evelyne Güraros teil. Sie
waren über den Empfang, den ihnen der MC Trailhof
bereitete, begeistert: "Nous étions reçus
comme des princes!" Für die Strecke von fast
800 Kilometern, die sie zu diesem Fest zurückgelegt
haben, wurde ihnen der Pokal für die am weitesten
angereiste Mannschaft verliehen.

Die beiden Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Ulrike
Rückert und Kurt Keser konnten die Delegation auf
dem Festgelände begrüßen und ihnen allen
ein Buch über das Weissacher Tal und eine Informationsbroschüre
über die Geschichte der Partnerschaft, sowie Schokolade
und Studentenfutter als Wegzehrung für die Heimreise
mitgeben.
Für das nächste Jahr wurde bereits ein Termin
zum Gegenbesuch in Beaurepaire verabredet, bei dem die
zum Teil Jahrzehnte alten Freundschaften, die Basis dieses
Austausches sind, erneuert und neue Kontakte der Motorradfreaks
geknüpft werden können.
2012 soll in Beaurepaire das 25-jährige Jubiläum
der Partnerschaft gefeiert werden. Wir freuen uns, wenn
dann weitere Vereine im Jubiläumsjahr mit in die
Partnerstadt fahren und ihre Partnervereine besuchen,
neue Kontakte vermitteln wir gerne.
Fahrt zur 700-Jahrfeier
nach Beaurepaire
v.
Kurt Keser
A
u e n w a l d (kk) Über 90 Auenwalder Partnerschaftsfreunde
waren mit 2 Bussen , Motorrädern und Pkw. in die
Partnerschaftsgemeinde gereist, um an der 700-Jahrfeier
von Beaurepaire teilzunehmen. Mit dabei waren Schüler
des Französisch-Kurses der Grundschule Unterbrüden/Oberbrüden
mit ihren Eltern zusammen mit Schulleiter Werner Pabst
und der Französisch-Lehrerin Margrit Huberle, der
MC Trailhof sowie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr
Auenwald.
Pünktlich um 6 Uhr brach man an der Auenwaldhalle
zur Frankreichreise auf. Die Reise ging zunächst
über die Rheintalautobahn bei Weil am Rhein über
die Grenze in die Schweiz zum Genfer See, dort wurde in
Morges bei Genf bei strahlendem Sonnenschein eine 2-stündige
Pause an der malerischen Uferpromenade beim Jachthafen
gemacht.
Danach wurde die Fahrt über Genf sowie eine neue
Autobahn Richtung Annecy (A 41), eine der schönsten
Autobahnen Frankreichs, vorbei am Lac de Bourget und der
A 48 bis Ausfahrt Rives, der D 519 durch die Ebene der
Bièvre bis zum Reiseziel Beaurepaire fortgesetzt,
wo man am Salle Polyvalente bereits erwartet wurde.
Die Auenwalder Gäste wurden von Bürgermeister
Philippe Mignot herzlich begrüßt, die Quartierverteilung
übernahmen die Komiteevorsitzenden Monique Galfione
und Ulrike Rückert, die auch übersetzte, Bürgermeister
Karl Ostfalk bedankte sich nochmals für die Einladung
zur 700-Jahrfeier, die man gerne angenommen habe. Danach
wurde bei kühlen Getränken auf die Freundschaft
und die Partnerschaft angestoßen. Den Abend verbrachten
die meisten bei den Familien der Gastgeber.
Am zweiten Tag führte ein Ausflug zunächst nach
Saint-Antoine l'Abbeye, einem malerischen, mittelalterlichen
Ort, der weitgehend unter Denkmalschutz steht. Saint-Antoine
mit seiner besonderen Architektur war über Jahrhunderte
eine Hochburg der Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg. Der Ort
trägt seinen Namen nach dem heiligen Antonius, dessen
Reliquien der Ortsvorsteher um etwa 1070 von einer Pilgerreise
ins heilige Land mitbrachte. Von nun an hieß das
Dorf Saint - Antoine.
Am Ende des 11 Jahrhunderts begannen die Benediktiner
mit dem Bau der Abtei. Ein Hospital wurde ebenfalls gegründet,
danach wurden die Benediktiner vom Papst abberufen und
durch die Hospitalbrüder Kanoniker genannt, ersetzt.
Sie bekämpften das Antoniusfeuer, eine Krankheit
die durch pilzbefallenen Roggen verursacht wurde. Im Laufe
der Zeit bauten sie noch weitere Hospize. Die Abteikirche
ist eine der schönsten gotischen Kirchen Südostfrankreichs
mit ihrer sehenswerten Orgel, auf der gerade gespielt
wurde, sowie den Nussbaum- und Eichenholzverkleidungen
an der Sakristei, ist sie ein Juwel unter den historischen
Kirchen Frankreichs.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Vienne wurde Lac de Roybon
auf einer gut ausgestatteten Freizeitanlage eine Picknickpause
eingelegt, die meisten Auenwalder hatten einen vollen
Picknickkorb von den Gastgebern dabei. Einige Gastgeber
machten den Ausflug auch mit. Am Nachmittag wurde die
ehemalige Römerstadt Vienne besucht, nach einem Spaziergang
zum Augustustempel und dem antiken Theater, blieb sogar
noch etwas Zeit für einen Kaffee oder etwas Erfrischendes.
Nach der Rückkehr in Beaurepaire traf man sich bei
den Gastgebern zum Abendessen, das oft sehr umfangreich
war. Um 21 Uhr fanden sich die meisten Gastgeber und Gäste
zur Aufstellung des Umzugs beim ehemaligen Bahnhof ein,
mit dabei 17 Moto-Biker vom MC Trailhof, die Grundschüler
aus Unter-/Oberbrüden und die örtlichen Vereine.
Vom Bahnhof aus bewegte sich das Défilé
durch die Straßen der Stadt zum Salle Polyvalente,
dort wurde um 22 Uhr 30 aus Anlass des französischen
Nationalfeiertags ein wohl einmaliges Feuerwerk gezündet,
mit Kommentaren über das Zeitgeschehen in den 700
Jahren seit Bestehen Beaurepaires, das Ganze wurde noch
musikalisch umrahmt. In dieser Form wird es dieses pyrotechnische
Kunstwerk wohl kaum mehr geben, es gab dafür langanhaltenden
Applaus. Mit dem Bal-populaire klang dieser eindrucksvolle
Tag bei Tanz und Unterhaltung im Freien aus.
Am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag,
traf man sich vor einem der 3 ehemaligen Stadttore, um
dem Ausrufertrio des Belli Riparii bei den historischen
Texten zuzuhören, sie verkündeten wichtige Erlässe,
oder wer von den Ausländern, das waren alle Nicht-Beaurepairer
unter welchen Bedingungen Zutritt in die Stadt bekam,
bzw. was dafür zu bezahlen war. Ehebrecher hatten
seinerzeit in Beaurepaire 40 Sol (bzw. Sou) Strafe zu
bezahlen. Die Ausrufer wurden von einem Musikduo musikalisch
begleitet, langsam folgten die Besucher in Richtung Theater
im Grünen, an jedem Tor wurde Halt gemacht. Auf dem
Festplatz beim neuen Departementshaus wurde die Menschenschlange
vom Orchester l'Echo de la Valloire musikalisch empfangen.
Auf die 550 Gäste wartete hier eine mittelalterliche
Mahlzeit, es gab Siedfleisch mit einer Beilage aus einem
Getreide ähnlich dem Dinkel, danach wurden noch Pfirsiche
und ein neuzeitlicher Espresso serviert.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Gastgeschenke übergeben.
Auenwalds Bürgermeister Karl Ostfalk übergab
seinem Beaurepairer Kollegen Philippe Mignot eine Europafahne
(die man im letzten Jahr beim 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum
in Auenwald überreicht bekam) sowie eine französische
und deutsche Flagge zusammen mit einer Konsole für
die Fahnen, dazu eine Großaufnahme, die Philippe
Mignot beim letztjährigen Jubiläum auf Schloss
Ebersberg zeigt. Für das Berufsschulzentrum CFAI,
das die Jubiläumsplakette für Auenwald fertigte,
erhielt er eine Urkunde und zum Dank einen Geldbetrag.
Vom Auenwalder Partnerschaftskomitee überreichte
die Vorsitzende Ulrike Rückert an die Vorsitzende
des Comité de Jumelage Monique Galfione 2 Geschenkkörbe.
Die Auenwalder Freunde erhielten 1 Korb mit Wein und Produkten
der Region.
Bürgermeister Mignot brachte nochmals seine Freude
über den Auenwalder Besuch zum Ausdruck,
Bürgermeister Ostfalk bedankte sich für die
herzliche Aufnahme und die Gastfreundschaft. Bei seinen
Reden begrüßte er besonders, dass einige Auenwalder
Familien nach Beaurepaire mitgekommen sind, denn dies
ist die Zukunft der Partnerschaft. Sein Dank ging an die
erste Vorsitzende des Partnerschaftkomitees Ulrike Rückert
für ihren Einsatz für die Partnerschaft und
als Übersetzerin, an Waldemar Fuderer, Werner Pabst
und Margrit Huberle für die Organisation dieser Reise.
Zum Abschluß bedankten sich die Französisch-Schüler
unter der Leitung von Margrit Huberle und der Akkordeonbegleitung
durch Waldemar Fuderer musikalisch mit den Liedern: "Si
tu as la joie au coeur, dit merci", sinngemäß:
wenn du dich von Herzen freust, sage danke, "Comme
les enfants dansent", wie die Kinder tanzen. Für
ihren Auftritt im Partnerschafts - T-Shirt gab es kräftigen
Applaus.
Einige Gäste besuchten anschließend noch das
neue interkommunale Freibad, um sich bei der Schwüle
und 33° C. etwas zu erfrischen. Das Badewasser hatte
an diesem Tag eine Temperatur von 29 °, es wird über
Sonnenkollektoren beheizt. Das Freibad ist in einen Sport-
und Freizeitpark mit Camping-Platz integriert.
Die Reisenden des Busses Nr.2 fuhren nach 16 Uhr am Salle
Polyvalente ab. Zur Verabschiedung kamen Bürgermeister
Mignot und sein Vorgänger Nucci (er war auch bei
der Begrüßung dabei) sowie die Gastgeber, es
gab viel Händeschütteln, Umarmungen und Küsschen
und den Wunsch "bon voyage".
Nach zügiger Fahrt bei teilweise strömendem
Regen (ab Berner Oberland) kam der Bus um 1 Uhr 15 in
Auenwald an.
Der Bus Nr. 1 mit den Schülern fuhr am nächsten
Morgen um 8 Uhr ab und erreichte Auenwald am Spätnachmittag.
Die Mitglieder des MC-Trailhof (sie übernachteten
auf dem Sportplatz von Beaurepaire)
waren nach 12-stündiger Fahrt über Nationalstraßen
und Autobahn am Abend des 14.Juli wieder in Auenwald.
Bericht
zum Austausch vom 17.-20.Mai 2009
Es
ist 17.45h am Sonntagabend, als der französische
Bus mit 33 Schülern und ihren 5 Begleitern an der
Auenwaldhalle vorfährt und damit die Spannung auf
einem Höhepunkt angelangt ist.
Manch
einer der deutschen Schüler erwartet seinen Freund
, den er im vergangenen Jahr in Beaurepaire gefunden hat,
für andere ist es die erste hautnahe
Begegnung mit dem französischen Brieffreund. Ganz
zu schweigen von den Lehrern, die seit Jahren in diesen
Austausch involviert sind, sich gut kennen und sich auf
die gemeinsamen Tage freuen. Der Jubel ist groß
und demzufolge die Begrüßung herzlichst, die
Verteilung auf die Gastfamilien geht zügig. Nach
Brezel und Getränk (vielen Dank der Gemeinde!) verbringen
alle Gäste den Abend in ihren Familien. Auch der
Chauffeur ist wie immer in einer Familie untergebracht
und findet, damit er kein Heimweh bekommt, weil er ganz
alleine ist, Stofftiere in seinem Bett vor.
Am
Montag starten dann fast 90 Kinder nach Ludwigsburg und
bekommen im Schloss einen Einblick in die Lebensweise
vergangener Jahrhunderte. In der Ahnengalerie spazieren
wir nach altem Stil vier Schritte schreiten, danach
sich zueinander drehen und die Révérence
erweisen - , unter dem großen Kronleuchter im Eingansbereich
bringen wir mit lautem, einmaligem Klatschen den Lüster
zum Vibrieren und haben den Eindruck, der an die Decke
gemalte Adler würde anfangen zu flattern, im Thronsaal
verbeugen wir uns in ehrerbietiger Haltung und warten
auf die erlösenden Worte des Königs, nach denen
wir uns erheben dürfen, wir werfen auch einen Blick
in die Unterkünfte der Dienerschaft, wir besichtigen
das immer noch funktionierende Theater und dürfen
dort singen,........
Auf
dem nahegelegenen Spielplatz lassen sich Schüler
und Begleiter zu einem ausgiebigen Pique-nique
nieder, anschließend geht es in den Märchengarten.
Zuerst macht jedes Kind seine Erfahrung beim Bootfahren,
die Schlange nimmt kein Ende, und dann geht s in
kleinen Gruppen auf Begegnungstour mit Schneewittchen,
Max und Moritz, einer schwäbischen Hexe, Schneeweißchen
und Rosenrot oder Rapunzel, deren Zopf unermüdlich
auf- und niedersteigt.
Zwei
Stunden dauert der Weg durch das Gelände, viel Information
und Spaß stürmen auf die Kinder ein, auch die
Franzosen sind mit dem einen oder anderen deutschen Märchen
vertraut. Am Ende des gemeinsamen Ausflugstages erwartet
uns im Pfarrgarten eine nicht enden wollende Tafel mit
allen guten Gaben der Eltern unserer Französischschüler
(grandios!). So gestärkt geht jedes Kind am späten
Nachmittag nach Hause.
Der
Dienstagvormittag steht dann ganz im Zeichen der Schulpartnerschaft,
und so nehmen alle französischen Gäste am normalen
Unterricht ihrer Gastgeber teil. Da wird gebastelt und
geschrieben, Geometrie betrieben, gesungen. Die Steine
der Peterskirche erzählen spannende Geschichten,
Bruno erweckt die Orgel zum Klingen. Bei sportlichen Ballspielen
werden Franzosen und Deutsche auf dem Sportplatz zu verschworenen
Mannschaften. Alles in allem ein gelungener Schulalltag,
der in dieser Form nur mit der Unterstützung a l
l e r Kollegen und der tatkräftigen Hilfe der Schüler
der Klassen 10 und 11 des Bize möglich ist !!!!!
Der
Nachmittag ist dann den Familien zugedacht und wird mit
gemeinsamen Aktionen bewältigt, man trifft sich im
Freibad, macht Wanderungen in unsere schöne Umgebung,
trifft sich auf dem Zwiebelberg oder auf dem Ebersberg
zum gemeinsamen Feiern, Spielen und Grillen.
Am
Mittwochmorgen stehen 33 müde, aber glückliche
französische Kinder abermals an der Auenwaldhalle,
daneben ihre deutschen Freunde, ebenso müde, aber
glücklich - und traurig, dass diese schöne Zeit
schon wieder vorbei ist. Der Bus steht unwiderruflich
zur Abfahrt nach Beaurepaire bereit. Wie schwer doch der
Abschied nach einem solchen Austausch fällt!!!!!!!!!!!!!!!
Also dann: bis zum nächsten Mal !!!!!!!!!!!!!!
Einige
Familien werden nur kurze Zeit auf dieses Wiedersehen
warten müssen: Haben sie sich doch schon für
die Fahrt zur 700Jahr-Feier im Juli in Beaurepaire angemeldet!
An
dieser Stelle sei allen gedankt, die die letzte Woche
zu einem Ereignis besonderer Klasse werden ließen:
-
Bürgermeister Ostfalk für die Gemeinde,
-
Frau Rückert und Herrn Keser für das Partnerschaftskomitee,
(die
Unkosten für den ganzen Ausflugstag aller Kinder
teilen sich Gemeinde und Komitee),
-
dem gesamten Kollegium, allen voran Schulleiter Pabst,
der diese schulische Partnerschaft wie seinen Augapfel
hegt und pflegt, und Michaela Venturini
-
den Eltern und Kindern für ihre Gastfreundschaft
(wie mir unsere französischen Lehrer schon geschrieben
haben, sei das herausragende
Wort ihrer Schüler die überwältigende gentillesse
(Freundlichkeit) der deutschen
Familien gewesen)
-
den Schülern vom Bildungszentrum.
Sicherlich
sind auch dieses Mal wieder Grundsteine für eine
neue, lange Freundschaft gelegt worden, denn häufig
war zu hören: au revoir et à bientôt!
Merci
sagt Margrit Huberle
Der
Vorstand des Partnerschaftskomitees seit seiner Gründung
bis 12.03.2009
von links
nach rechts:
Manfred Packmor, Kassenführer - Kurt Keser, stellvertetender
Vorsitzender -
Bürgermeister Ostfalk, im Vorstand kraft Amtes - Ulrike
Rückert, 1.
Vorsitzende - Waldemar Fuderer, Schriftführer - dazu
die Kassenprüfer Franz
Matyas und Michael Cyriacus
Hier können Sie die Reden von
BM Ostfalk, Robert Antretter und der Vorsitzenden
Ulrike Rückert anläßlich der Feier
zum 20jährigen Bestehen der Partnerschaft mit
Beaurepaire nachlesen:
Begrüßung durch Bürgermeister
Karl Ostfalk
bei der Feier zum 20jährigen Bestehen der
Partnerschaft mit Beaurepaire
am 05. Juli 2008 im Schlosshof Ebersberg
Meine
sehr verehrten Damen und Herren,
ich darf Sie auch im Namen des Gemeinderats und
des Partnerschaftskomitees alle ganz herzlich hier
im Hof des Schlosses Ebersberg begrüßen.
Es ist mir eine besondere Freude und eine große
Ehre Sie, sehr geehrtes Ehrenmitglied der parlamentarischen
Versammlung des Europarates und früherer Bundestagsabgeordneter,
Robert Antretter, hier bei uns begrüßen
zu dürfen.
Lieber Herr Antretter, heute freuen wir uns doppelt
auf Sie. Zum einen werden Sie uns im Anschluss die
Ehrenfahne des Europarats überreichen und darüber
hinaus auch noch den Festvortrag halten.
Ich freue mich, dass ich heute auch unseren Bundestagsabgeordneten
Norbert Barthle von der CDU bei uns begrüßen
darf, der uns immer wieder tatkräftig unterstützt.
Mein ganz besonderer Gruß und ein herzliches
Willkommen gilt Ihnen sehr geehrter Philippe Mignot,
meinem neuen Bürgermeisterkollegen aus Beaurepaire.
Sie haben als erster Bürgermeisterstellvertreter
von Beaurepaire schon über viele Jahre unsere
Partnerschaft sehr unterstützt.
Herzlich Willkommen auch den früheren Bürgermeistern
Auenwalds Peter E. Friedrich, Jürgen Richter
und Walter Schmitt.
Herzliche Grüße gelten außerdem
den Mitgliedern des Gemeinderats aus Beaurepaire
und Auenwald und den Mitgliedern beider Partnerschaftskomitees,
an der Spitze die Vorsitzenden Frau Galfione und
Frau Rückert,
den Vertretern der Kirchen, der Schulen, der Vereine,
der Polizei sowie allen Bürgerinnen und Bürgern
aus Beaurepaire und Auenwald.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
vor fast 21 Jahren wurde in Beaurepaire und ein
Jahr später in Auenwald die Gemeindepartnerschaft
zwischen Auenwald und Beaurepaire mit einer Urkunde
mit der Überschrift "Die Zukunft bauen"
offiziell unterzeichnet. An diesem Wochenende wollen
wir nun gemeinsam mit unseren Freunden aus Beaurepaire
das 20 jährige Jubiläum feierlich begehen.
Ich hoffe, dass Sie alle eine gute Anreise hatten,
dass Sie nette Gastgeber haben und die Eröffnung
der Auenwald-Hocketse gestern Abend gut überstanden
haben.
Ich darf nun das Wort an meinen Kollegen Philippe
Mignot aus Beaurepaire übergeben.
Rede von Bürgermeister Karl Ostfalk
zum 20jährigen Bestehen der Partnerschaft
mit Beaurepaire am 05. Juli 2008
im Schlosshof Ebersberg
Meine
sehr verehrten Damen und Herren,
vor
zwanzig Jahren haben sich Auenwald und Beaurepaire
gemeinsam verpflichtet, Beziehungen zwischen den
Bürgern zu schaffen, zu unterhalten und zu
entwickeln. Unsere Bürger sollten einander
kennen lernen und sich näher kommen, auch mit
dem Ziel, dass daraus eine gemeinsame europäische
Identität entsteht.
Damals,
25 Jahre nach dem Vertrag über die deutsch-französische
Zusammenarbeit, wurden aus ehemals verfeindeten
Nachbarn zuerst Partner und dann Freunde. Langfristiges
Ziel war und ist es, aus den Partnern Freunde oder
sogar Brüder werden zu lassen.
Vor zehn Jahren wurde bekräftigt, dass wir
weiterhin gemeinsam an der Zukunft unserer Gemeinden,
an der Zukunft der nachfolgenden Generationen und
an der Zukunft Europas bauen wollen.
Sichtbares
Zeichen für unser Engagement ist die Ehrenfahne
des Europarats, die uns soeben vom Ehrenmitglied
der parlamentarischen Versammlung des Europarats
Robert Antretter überreicht wurde. Ich darf
mich hier nochmals beim Europarat für die Verleihung
und ganz besonders bei Ihnen, Herr Antretter, für
Ihre vielfältige Unterstützung, für
die Übergabe der Ehrenfahne sowie für
ihren hervorragenden Festvortrag bedanken.
Meine
Damen und Herren,
ich bin davon überzeugt, dass wir, wenn wir
uns in Auenwald und Beaurepaire weiterhin gegenseitig
unterstützen, dass beide Gemeinden in eine
lebenswerte gemeinsame Zukunft steuern.
Der Ausspruch "Gemeinsam sind wir stark"
trifft auch auf unsere Partnerschaft zu.
Der
eigentliche Ursprung unserer Partnerschaft ist zuerst
bei den Familien Keser und Gonon und später
beim Bürgerverein Ebersberg zu finden. Schon
1978, also vor dreißig Jahren, gab es einen
Schüleraustausch mit Sigrid Keser und Sylvie
Gonon und 1981 nahm die "Harmonie Echo de la
Valloire" erstmals am Schlossfest teil. Herzlichen
Dank an die beiden Familien, den Bürgerverein
und die Harmonie.
Die
weiteren gegenseitigen Besuche der Vereine und zahlreicher
Familien verstärkten das "Wir-Gefühl".
Wichtig war es, dass sich die Bürger und die
Vereine gefunden und schätzen gelernt haben.
Ein
wesentliches Element, um gegenseitige Vorurteile
abzubauen und die Nachbarn jenseits des Rheins besser
kennen und verstehen zu lernen, ist die jeweilige
Fremdsprache.
Seit 1991 bieten wir deshalb in unseren Grundschulen
den von der Gemeinde finanzierten freiwilligen Französischunterricht
an.
Er ist Grundlage für die Schüleraustausche
unserer Grundschulen Unter-/Oberbrüden mit
der Ecole Luzy Dufeillant sowie der Grundschule
Lippoldsweiler mit der Ecole La Poyat oder unserem
Bildungszentrum mit dem Collège Luzy Dufeillant.
Wenn
wir es unseren Kindern auch in Zukunft ermöglichen
bzw. es neu schaffen, die deutsche bzw. die französische
Sprache in den Schulen zu lernen, sehe ich für
die zukünftigen Generationen auch eine erstklassige
Basis, noch viele, viele Jahre nicht nur Partner
sondern Freunde bzw. Brüder zu sein.
Die
Freundschaften in unseren beiden Gemeinden haben
sich über die vielen Jahre bei uns Erwachsenen
bzw. zwischenzeitlich schon etwas älteren Bürgerinnen
und Bürgern gefestigt.
Zwischen
Auenwald und Beaurepaire sind in den vergangenen
gut zwanzig Jahren zahlreiche Kontakte und Freundschaften
entstanden.
Für mich persönlich war schon beim Amtsantritt
klar, dass ich unsere Partnerschaft mit ganzer Kraft
weiter fördere, wie es schon meine Vorgänger
getan haben, denen ich dafür ausdrücklich
danke.
Eine
Bestätigung habe ich gleich bei meinem Antrittsbesuch
erhalten als ich in Beaurepaire von allen herzlich
begrüßt und in der Partnerschaftsfamilie
offen aufgenommen wurde.
Im
vergangenen Jahr wurde eine fantastische Partnerschaftsfeier
vorbereitet und durchgeführt, bei der wir drei
Tage lang Beaurepaire beim Festzug, Feuerwerk, Nationalfeiertag,
buntem Abend, Familienbesuch, ökumenischem
Gottesdienst und bei der offiziellen Partnerschaftsfeier
hautnah erleben konnten.
Mein
damaliger Kollege Christian Nucci brachte es vor
der Abfahrt mit der Feststellung auf den Punkt:
Es war ein Feuerwerk der Gefühle.
Ein sehr ergreifender Moment für mich war dabei,
als es mir auf dem Place Yves Pagnieux gestattet
wurde, als erster Bürgermeister von Auenwald,
vielleicht sogar als erster Deutscher, am Ehrenmal
für die vier Beaurepairer Bürger, die
von der deutschen Wehrmacht im August 1944 erschossen
wurden, einen Kranz niederzulegen und bei den Opfern
und Angehörigen um Vergebung zu bitten.
Auch
an diesen Tagen war wieder der lebendige Geist unserer
Partnerschaft und Freundschaft deutlich zu spüren.
Viele
Organisationen und zahlreiche Mitbürgerinnen
und Mitbürger haben sich um die Partnerschaft
verdient gemacht. Stellvertretend für alle
möchte ich deshalb nur drei Personen hervorheben
und ihnen ganz besonders für ihr Engagement
danken.
Es
sind dies die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees
in Beaurepaire, Madame Monique Galfione, und die
Vorsitzende unseres Partnerschaftskomitees, Frau
Ulrike Rückert. Beide haben durch ihr vorbildliches
Engagement die Partnerschaft belebt und immer wieder
neue Impulse gegeben.
Der
Motor, der die Impulse häufig in Taten umgesetzt
hat und mich bzw. meine Vorgänger tatkräftig
unterstützt hat, ist mein Mitarbeiter Waldemar
Fuderer.
Dieses
kleine Präsent kann nur das kleine sichtbare
Zeichen meiner großen Wertschätzung ihrer
Arbeit sein.
Ein
weiterer ganz wichtiger Dank geht an all die Familien,
die es schon zwanzig Jahre lang ermöglichen
dass ihre und unsere Gäste so liebenswert untergebracht
und versorgt werden.
Ein
besonderer Dank geht an die Gewerbeschule in Beaurepaire
für die sichtbaren Zeichen unserer Partnerschaft
- die schönen Plaketten unserer Länder
mit den beiden Gemeinden darauf - die in Beaurepaire
an der Schule Ecole Gambetta und in Auenwald am
Rathaus unsere Bürger sowie all unsere Gäste
daran erinnern, dass wir schon über zwanzig
Jahre lang Freunde und Brüder sind und damit
an der Stärkung eines gemeinsamen Europas gebaut
haben und weiter bauen werden.
Die
Fortsetzung unserer lebendigen Gemeindepartnerschaft
und Festigung der gewonnenen Freundschaft und die
Bewahrung des gegenseitigen Vertrauens soll unser
Ziel für die Zukunft sein.
Ein
herzliches Dankeschön gilt auch den Pfadfindern
die uns ihr bzw. "unser" Schloss für
dieses Wochenende zur Verfügung gestellt haben.
Allen
Mitwirkenden am Programm u.a. dem Musikverein Oberbrüden,
der Trachtenkapelle des Bürgervereins Ebersberg,
dem Gesangverein Frohsinn Unterbrüden und dem
Gesangverein Sängerlust Oberbrüden, darf
ich herzlich für die die erstklassige musikalische
Umrahmung der Partnerschaftsfeier danken.
Meinen
Mitarbeitern in Rathaus und Bauhof danke ich für
die gute Vorbereitung der Feier.
Zum
Abschluss wollen wir alle gemeinsam die Europa-Hymne
singen. Nicht nur die Musik- und Gesangvereine,
sondern auch die Gäste.
Ich
darf Sie alle anschließend in die Auenwaldhalle
zum gemeinsamen Mittagessen einladen.
Um 14 Uhr wird die Harmonie Echo de la Valloire
& Choeur Val´Canto ein Konzert mit amerikanischen
Musicalmelodien geben.
Für Sportbegeisterte gibt es ab 14 Uhr auf
dem Sportplatz Oberbrüden das C-Junioren-Fussballturnier.
Auf der Hocketse geht es um 19 Uhr mit Livemusik
auf der Bühne und mit einem DJ im Rathaushof
weiter
Morgen früh ab 9 Uhr startet am Festplatz der
erste Auenwaldlauf und um 10 Uhr findet in der Auenwaldhalle
der gemeinsame ökumenische Gottesdienst mit
Kirchenchor und Posaunenchor statt.
Ich hoffe, viele von Ihnen nehmen das reichhaltige
Angebot war.
Nach
dem Lied fahren wir alle direkt zur Auenwaldhalle
zum Mittagessen.
Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit und
ihre Unterstützung.
Ansprache von Robert Antretter
Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung
des Europarats
aus Anlass der Verleihung der Ehrenfahne des Europarats
an die Gemeinde Auenwald
im Rahmen der Partnerschaftsfeier am Samstag, den
5. Juli 2008
im Schlosshof Ebersberg
Anrede,
es
gab gute Gründe für den Europarat, der
Gemeinde Auenwald die hohe Auszeichnung der ältesten
europäischen Völkerfamilie zuzuerkennen.
Ihre
Gemeinde pflegt eine lebendige Partnerschaft mit
der französischen Stadt Beaurepaire. Seit 21
Jahren vertiefen Sie diese geschwisterlichen Beziehungen
mit vielfältigen Aktionen der beiden Kommunen,
der Vereine und des Partnerschaftskomitees auf Auenwalder
Seite.
Neben
der Partnerschaft mit Beaurepaire hat die Gemeindeverwaltung
Auenwald Kontakte zur ungarischen Gemeinde Telki
in der Nähe von Budapest.
Ihre
Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaftsarbeit
haben die Parlamentarier des Europarats sehr beeindruckt.
Das gilt für Ihr anhaltendes über zwei
Jahrzehnte währendes Wirken ebenso wie die
unmittelbar zurückliegenden Ereignisse.
Erfreut
haben die Parlamentarier zur Kenntnis genommen,
dass die Französischlehrerinnen mit den Grundschülern
französische Weihnachtslieder wie "Petit
Papa Noel" einüben, um jedes Jahr die
Besucher des Weihnachtsmarktes zu unterhalten. Auch
beim zurückliegenden Weihnachtsmarkt konnten
Sie ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern
wieder zeigen, wie viel Ihr freiwilliger Französischunterricht
an den beiden Grundschulen leistet und dass sich
der Einsatz vieler hilfsbereiter Eltern wieder gelohnt
hat; denn mit den Erlösen des Weihnachtsmarkts
werden jeweils soziale Einrichtungen in Beaurepaire
unterstützt.
Damit
die Grundschüler ihre französischen Sprachkenntnisse
weiter vertiefen können, fahren sie regelmäßig
zum Austausch nach Beaurepaire. Finanziell unterstützt
wird dieser Austausch vom Partnerschaftskomitee
und der Gemeinde Auenwald. Allein für diesen
Beitrag zur Vertiefung freundschaftlicher Beziehungen
im frühen Kindesalter gilt Ihnen Dank und Anerkennung.
Ich bin mir aber sicher, den größten
Dank bekommen Sie, die Lehrerinnen und alle anderen,
die diese Aufgabe auf sich nehmen, von den Schülerinnen
und Schülern selbst. Zum Beispiel mit dem schlichten
Satz einer zehnjährigen Schülerin, die
geschrieben hat "Ich möchte wieder nach
Frankreich".
Beeindruckend
stellt sich auch Ihre Zusammenarbeit mit der Volkshochschule
Backnang dar, die mit finanzieller Unterstützung
des Partnerschaftskomitees und der Gemeindeverwaltung
Auenwald Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene
anbietet.
Eindrucksvoll
fanden die Parlamentarier auch, dass es Ihnen gelingt,
die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Kulturen
und Gebräuche auf den verschiedensten Feldern
einander gegenüberzustellen und sich miteinander
darüber auszutauschen, sei es beim Berlinbesuch
im Jahr 2004, bei dem Sie am Brennpunkt vor allem
der jüngeren deutschen Geschichte demonstrieren
konnten, wohin Unfreiheit und Diktatur münden
und welche Hoffnung eine freiheitliche Gesellschaft
wecken kann.
Für
die Beteiligten unvergesslich war sicher auch die
erneute Begegnung mit französischen Landwirten
im Jahr 2006 hier in Auenwald mit fachlichem Meinungsaustausch,
Besichtigungen und Diskussionen über die Landwirtschaftspolitik
in Deutschland, Frankreich und der EU.
Ein
Höhepunkt Ihrer zwanzigjährigen Partnerschaftsarbeit
war gewiss das Jubiläumstreffen vom 13. bis
15. Juli 2007 in Beaurepaire. In zwei Bussen fuhren
Sie mit rund 120 Gästen in Ihrer französische
Partnerstadt und eine 25köpfige Gruppe des
Motorradclubs Trailhof hat schon eine Nacht auf
dem Campingplatz in Beaurepaire verbracht, bevor
die große Delegation eingetroffen ist. Vertreter
aus Auenwald und des Motorradclubs Auenwald und
der Chor Val'Canto haben zusammen mit einem gemeinsamen
ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Saint
Michel, der zweisprachig zelebriert wurde, Bürgermeister
Nucci bewegt, zu sagen, dass dieses Fest "ein
Feuer der Gefühle" war.
Einen
besonderen Beitrag dazu haben aber Sie geleistet,
sehr geehrter Herr Bürgermeister und sehr geehrte
Frau Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, in
dem Sie einen Kranz für die vier von der deutschen
Wehrmacht in Beaurepaire erschossenen Widerstandskämpfer
niedergelegt und in bewegenden Worten der Ereignisse
vor nunmehr 64 Jahren gedacht haben. Damit sind
Sie symbolisch für Ihre Gemeinde den Weg weitergegangen,
den Konrad Adenauer und Charles de Gaulle vorgezeichnet
haben, den Willy Brandt im Warschauer Ghetto uns
als Orientierung gegeben hat und dessen Richtigkeit
Helmut Kohl und François Mitterrand vor dem
Gräberfeld von Verdun mit ihrem Händedruck
bekräftigt haben, auch als Ermahnung, dieses
kostbare Gut unserer Freundschaft nie mehr aufs
Spiel zu setzen.
Denn
unvorstellbar lange hat es gedauert, bis die Idee
der innereuropäischen Versöhnung Wirklichkeit
wurde. Viele Jahrhunderte reichen die Bemühungen
zurück. 1166 Jahre alt ist diese Idee. Die
Enkel Karls des Großen haben sie 842 in den
Eiden von Straßburg auf deutsch, französisch
und lateinisch formuliert. Das war etwa 384 Jahre
bevor die Burg Ebersberg erstmals urkundlich erwähnt
wurde.
Was
danach kam, wissen wir aus den Geschichtsbüchern
und viele von uns manches noch aus eigenem Erleben.
Jahrhunderte lange Feindseligkeiten und Kriege.
Und
wenn wir heute, im neunten Jahr des dritten Jahrtausends
zurückschauen, müssen wir feststellen,
dass das vergangene Jahrhundert wie kaum ein anderes
geprägt war von Krisen, Konflikten und Kriegen.
Es wird als Epoche verheerender Kriege und lang
andauernder alltäglicher Konflikte in Erinnerung
bleiben. Es wird aber auch als Jahrhundert in die
Geschichte eingehen, in dem die Idee des friedlichen
Zusammenlebens der Völker politische Gestalt
annahm. Der Europarat und die Vereinten Nationen
wurden gegründet. Die Menschenrechte wurden
zum verbindlichen Bestandteil der internationalen
Politik.
"Friede
ist nicht Abwesenheit von Krieg; Friede ist eine
Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zur Güte,
Vertrauen, Gerechtigkeit". So hat es der niederländische
Philosoph Baruch Spinoza schon vor über 300
Jahren formuliert.
Und
Papst Johannes Paul II. sagte, dass Krieg nie von
selbst beginne, dass Krieg zwischen den Menschen
schon bei der Missachtung des Nächsten beginne,
bei der Feindseligkeit gegenüber dem Nachbarn,
bei der Geringschätzung des landsmannschaftlich
oder rassisch Anderen.
Aus
diesem Geist ist der Europarat vor nunmehr 59 Jahren
entstanden, und diesem Geist fühlt er sich
heute und in aller Zukunft verpflichtet. Europa
ist zwar die Weltregion mit der höchsten Vielfalt
unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Lebensformen.
Und doch hat es sich von der Antike bis heute stets
als Einheit verstanden, die mehr als ein bloßer
geographischer Begriff ist. José Ortega y
Gasset hat es eindringlicher als alle anderen ausgedrückt:
"Machten wir heute eine Bilanz unseres geistigen
Besitzes auf, so würde sich herausstellen,
dass das meiste davon nicht unserem jeweiligen Vaterland,
sondern dem gemeinsamen europäischen Fundus
entstammt. In uns allen überwiegt der Europäer
bei weitem den Deutschen, Spanier, Franzosen. Vier
Fünftel unserer inneren Habe sind europäisches
Gemeingut."
Dabei
wollen wir nicht die Staaten auflösen, die
Nation und Heimat gering schätzen, nicht die
Völker unkenntlich machen, sondern wir wollen
den Frieden zwischen ihnen dadurch sichern, dass
sie ihre Souveränitätsrechte in einer
immer engeren, unauflöslich organisierten Zusammenarbeit
in einer Europäischen Union gemeinsam ausüben.
In ihrem Antlitz werden die Völker auch künftig
ihre jeweils eigenen unverwechselbaren Züge
wiedererkennen können.
In
diesem Europa werden die alten Gräber diesseits
und jenseits unserer Binnengrenzen immer die Lebenden
erinnern, aber sie werden niemals mehr das Leben
bestimmen.
Sie,
die Bürgerinnen und Bürger von Auenwald
haben sich seit über zwei Jahrzehnten bemüht,
Ihren Beitrag zum Europa des Friedens und der Freundschaft
zu leisten. Ihre Partnerschaftsarbeit zeichnet Sie
aus als Gemeinde, die besonders bemüht ist,
den Traum von einem in Frieden und Freiheit vereinten
Europa in den Alltag des menschlichen Zusammenlebens
hineinzutragen. Dafür wurde Ihnen zu Ihrem
10jährigen Partnerschaftsjubiläum im Jahr
1998 bereits das Europadiplom verliehen.
47
Länder bilden den Europarat. Von Reykjavik
bis Baku und von Sevilla bis Wladiwostok reicht
sein Wirkungsfeld. Eine Milliarde Menschen wohnen
auf diesem Teil unseres Planeten. Und ihre Repräsentanten
in Straßburg haben einstimmig beschlossen,
der Gemeinde Auenwald die hohe Auszeichnung, die
ich Ihnen heute überbringen darf, zuzuerkennen.
Ihnen
gebührt die Ehrenfahne des Europarats, die
ich Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister
Ostfalk, jetzt überreiche mit der Bitte, sie
symbolisch weiterzugeben an diejenigen, die die
Prinzipien des Europarats im praktischen Leben verwirklichen,
an die Bürgerinnen und Bürger und ganz
besonders an die junge Generation Ihrer Gemeinde.
Rede der
Vorsitzenden Frau Ulrike Rückert im Rahmen
der Partnerschaftsfeier am Samstag, den 5. Juli
2008 im Schlosshof Ebersberg
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
sehr verehrter, lieber Herr Antretter,
liebe Freunde unserer Partnerschaft,
20
Jahre:
Als wir uns entschlossen hatten, eine Festschrift
herauszubringen zu diesem Jubiläum und begonnen
haben, die alten Unterlagen und die Fotos, die uns
die Bürger zur Verfügung gestellt haben,
zu sichten, haben wir gestaunt: Das ist schon 20
Jahre her? Das war sogar schon 1981, vor Beginn
der offiziellen Partnerschaft? 20 Jahre sind keine
lange Zeit, eigentlich noch nicht einmal ein Jubiläumsdatum,
das beginnt wohl erst mit den 25 Jahren. Und doch
ist es für viele von uns ein langer und wesentlicher
Anteil unseres Lebens, der auch mit dieser Partnerschaft
erfüllt war. Es gibt Familien, die sich tatsächlich
seit 1981 immer wieder gegenseitig besuchen, die
über die Entfernung der 748 km zwischen unseren
Gemeinden diese Spanne ihres Lebens miteinander
geteilt haben.
Auenwald und Beaurepaire hatten das große
Glück, dass Vereine und Privatpersonen diese
Freundschaft begonnen haben; sie haben die Offiziellen
für diese Partnerschaft begeistert. Es war
nicht der politische Wille von Amtsträgern,
sondern die Freundschaft zwischen Menschen, die
am Anfang stand.
Wie kann es aber zu einer solchen Freundschaft zwischen
einander Unbekannten, durch Nationalität, Sprache
und räumliche Entfernung eher Getrennten kommen?
Glücklicher Zufall? Gutes Wetter bei der ersten
Begegnung, so wie heute? Die richtigen Leute am
richtigen Ort? Wie kann es möglich sein, dass
über so viele Jahre hinweg, die, die in die
Partnergemeinde kommen wollen, Gastfamilien finden,
auch wenn diese nicht immer die Sprache ihres Gastes
sprechen und umgekehrt? Und dass aus diesen Gastfamilien,
die zu Anfang vielleicht sogar Bedenken wegen der
fehlenden Verständigungsmöglichkeiten
hatten, Freundesfamilien werden?
Es gibt eine überirdische und eine irdische
Erklärung: Eigentlich ist es ein Wunder, dass
so etwas geschieht, dass zufällig zusammen
gewürfelte Menschen sich mögen, weiter
Kontakt halten, sich befreunden. Aber es sind eben
auch nicht irgendwelche Menschen, Sie! sind nicht
irgendwelche Menschen: Wer einen unbekannten Gast
- manchmal auch mehrere! - in sein Haus, in seine
Familie aufnimmt, ihm, weil man vielleicht noch
arbeiten muss, sogar die Hausschlüssel aushändigt
- der ist ja schon etwas Besonderes. So bin ich
der Meinung, dass es ein "Partnerschaftsgen"
geben muss, das manche Menschen haben und manche
eben auch nicht. Und dieses "Partnerschaftsgen"
ist offensichtlich in unseren Gemeinden außerordentlich
verbreitet, wie man an der großen Zahl unserer
Gäste und der großen Zahl unserer Gastgeber
sehen kann.
Gene
haben es so an sich, dass man gar nicht weiß,
dass man sie hat, bis jemand kommt, der einen darauf
hinweist. Das bringt mich zu den Menschen, die -
nachdem die Bewegung einmal von sich aus in Gang
gekommen war - diese Funktion als Motoren der Partnerschaft
übernommen haben und denen ich heute danken
möchte. Vereinsvorstände und Jugendleiter,
denn zunächst haben die Vereine selbst für
die Unterbringung ihrer Gäste gesorgt. Die
effektivste Form der Verbreitung des Partnerschaftsgens
ist nun einmal die Mund-zu-Mund-Propaganda: Durch
den einen Verein wurden andere Vereine, die Feuerwehr,
die Landwirte gewonnen.
Dann neige ich wieder zu der eher überirdischen
Erklärung, dass es in beiden Orten Verantwortliche
gab, die auch bei der Gemeinde ihre Funktion hatten
und noch haben: Ich spreche von der Freundschaft
zwischen Patrick Clément, unserem leider
viel zu früh verstorbenen Freund, Motor der
Partnerschaft in Beaurepaire, und von unserem Hauptamtsleiter
bei der Gemeinde und in der Partnerschaft, Waldemar
Fuderer. Dir, lieber Waldemar, möchte ich hier
vor allen anderen danken. Wenn jeder von Ihnen die
Hand hebt, dessen "Partnerschaftsgen"
von Herrn Fuderer ans Licht gebracht wurde, dann
bleiben, glaub ich, heute nicht viele Hände
unten. Er kennt alle, weiß alles und hat eine
absolut überzeugende, dabei äußerst
sanfte Art, die Freuden der Partnerschaft zu vermitteln.
Motoren der Partnerschaft waren und sind auch unsere
Bürgermeister, Herr Richter, und Sie, lieber
Herr Friedrich, Ehrenmitglied unseres Partnerschaftskomitees,
der Sie unermüdlich alles für den Aufbau
der Partnerschaft getan haben. Unter Ihrer Ägide
ist auch der freiwillige Französischunterricht
für die Grundschüler in unserer Gemeinde
vor nunmehr 17 Jahren eingeführt worden, den
wir seitdem durchgehend halten. Gerade gestern hat
mir jemand das Enkele vorgestellt, Französisch
1, das nun in der Familie das Dolmetschen übernommen
hat! Für Sie, Herr Friedrich, war die Partnerschaft
eine Herzensangelegenheit! ("Partnerschaftsgen"
in ausgeprägter Form)
Ich danke auch Ihnen Herr Ostfalk, dass Sie sich,
von Anfang Ihrer Amtszeit an, für unsere Partnerschaft
einsetzen. Sie sind sofort von unserem "Partnerschaftsgen"
infiziert worden, da das medizinisch nicht geht,
müssen Sie es schlummernd schon mitgebracht
haben. Ihnen haben wir auch dieses Fest zu verdanken,
bei dessen Vorbereitung Sie uns jede Unterstützung
haben angedeihen lassen.
Auf
Beaurepairer Seite war es 20 Jahre lang Bürgermeister
Nucci, der die Partnerschaft vorangetrieben hat
und dem ich heute für alles, was er in dieser
langen Zeit getan hat, sehr herzlich danken möchte.
An seiner Seite seit langem als 1. Stellvertreter
der heutige Bürgermeister Philippe Mignot,
dessen Mutter schon vor langen Jahren an der Partnerschaft
teilgenommen hat, der mit ihr sehr jung schon dabei
war. Wir empfinden es als ein Glück, dass gerade
er nun die offizielle Partnerschaft weiter führt.
Motoren
der Partnerschaft waren die Vorsitzenden der Komitees.
Hier danke ich meiner Kollegin, Monique Galfione
stellvertretend für alle, die vor ihr beim
Komitee oder bei den "Amis du jumelage"
Vorsitzende waren. An ihr sehen Sie: das Partnerschaftsgen
hält jung; sie hat immerhin trotz 20 Jahren
Partnerschaft, mit ihrem Mann und anderen Freunden,
den Weg zwischen unseren Gemeinden mit dem Fahrrad
zurückgelegt.
Ich danke den Mitgliedern des Vorstandes der Komitees-
bei uns Keser -Packmor mehr als 20 Jahre dabei.
Mein besonderer Dank geht an alle nicht genannten
Mitglieder der Komitees, die durch ihre konstante,
engagierte und zuverlässige Arbeit die Bewegung
tragen. Ohne Euch kann kein Vorstand etwas ausrichten.
Eure Meinung formt die Arbeit, ihr kennt jeweils
unterschiedliche Bürger unserer Gemeinde und
wisst, was für diese wichtig ist. Durch euch
haben wir eine wirklich Basis.
Dank
an die unermüdlichen Französischlehrerinnen
in den Grundschulen, Frau Steinat, Frau Ege, Frau
Wewerka haben die Schüler begeistert. Heute
sind es Frau Venturini, die auch die Erwachsenenfranzösischkurse
mit leitet und mit ihrer Fröhlichkeit ansteckt
und Frau Huberle. Dir, Margrit, die Du es stets
vorziehst, in der 2. Reihe zu bleiben, während
Du einen Großteil der Arbeit übernimmst,
möchte ich heute auch offiziell danken.
Als
ich 1990 zur 1. Vorsitzenden des damaligen Partnerschaftskomitees
gewählt wurde, war mein Programm bescheiden:
Kein Europa-politisches Programm, kleine Schritte
sollten es sein, die wir uns vornehmen wollten,
kleine, aber realisierbare. Schüler- und Lehrlingsaustausche
waren angedacht: Ich hatte selbst bereits 1957 an
einem der ersten Schüleraustausche in der Nachkriegszeit
teilnehmen können, was meine Freundschaft zu
Frankreich begründet hat. Was man als Kind
oder Jugendlicher erlebt, bleibt haften, je früher,
umso mehr. Wenn es denn doch kein "Partnerschaftsgen"
von Geburt an geben sollte, so kann hier eins begründet
werden. Kleine Schritte sind oft große Schritte.
Eine Mutter, die Grundschulkinder aufgenommen hatte,
berichtete von ihrer Verzweiflung, als eins der
Kinder, wiewohl zu zweit jeweils untergebracht,
vor Heimweh nicht einschlafen konnte. Sie konnte
auch kein Französisch. Also, hat sie sich gedacht,
ich versuche, was bei meinen Kindern auch funktioniert:
Sie hat sich ein Buch geholt und -auf Deutsch -
daraus vorgelesen. Und siehe da, das Kind schlief
ein. Am andern Morgen war alles Heimweh vergessen.
Diese Mutter hat mehr für die Freundschaft
zwischen den Völkern getan, als alle offiziellen
Reden vermögen. So funktioniert Partnerschaft.
Ein Herzenswunsch ist mir allerdings bei allen gelungenen
kleinen und manchmal auch größeren Schritten
bisher noch nicht erfüllt worden: dass die
Auenwald-Beaurepairer Partnerschaft auch durch familiäre
Verbindung gesichert bleibt. Dieser Wunsch wurde
mir gestern Abend, rechtzeitig zum Fest erfüllt
und ich habe die offizielle Erlaubnis, Ihnen mitzuteilen,
dass Nadine Florl und Nicolas Fanjat im kommenden
Jahr heiraten werden, ein Fest, bei dem die Partnerschaft
im doppelten Sinn eine Rolle spielen wird. Herzlichen
Glückwunsch! Mögen noch viele paar eurem
Beispiel folgen, damit unsere Partnerschaft noch
lange in den Herzen der Menschen weiter wirkt.
Partnerschaft
Auenwald - Beaurepaire
Radeln
für die Partnerschaft am heißesten Tag
dieses Jahres
A
u e n w a l d (kk) 2 Tage vor Beginn der Partnerschaftsjubiläumsfeierlichkeiten
radelten 11 Partnerschaftsfreunde aus Beaurepaire
und Auenwald am heißesten Tag dieses Jahres
gemeinsam auf der 10. und letzten Etappe der großen
Radtour Beaurepaire-Auenwald von Esslingen nach
Auenwald. Die 6 "Cyclistes" aus Beaurepaire
hatten bei der Ankunft in Esslingen bereits 623
km in den Beinen, die Gruppe aus Beaurepaire setzte
sich aus den Radlern Monique und Pierre Galfione,
Annik Couche, Lucien Crego, Danièle Galfione
und Henri Gachet zusammen, in den Begleitfahrzeugen
waren dabei: Gilbert Galfione und Josette und Pierre
Gachet sowie Mme Gachet. Die Auenwalder Gruppe setzte
sich aus Mitgliedern des Partnerschaftskomitees,
Ü 50 TSV Lippoldsweiler und Trachtenkapelle
Bürgerverein Ebersberg zusammen (3 von ihnen
waren 1987 mit einer Gruppe des Bürgervereins
Ebersberg mit dem Fahrrad von Auenwald nach Beaurepaire
unterwegs).
Zunächst fuhren Hubert Janetzko, Josef Kaiser,
Kurt Keser, Manfred Packmor und Bernd Schneider
auf dem Fahrrad zur S-Bahn-Station Maubach, von
dort aus mit der S-Bahn nach Oberesslingen, von
dort gings dann per Vélo gleich ordentlich
bergauf zum Hotel der Gäste in Esslingen Sankt
Bernhard, welches schwierig zu finden war, verständlich
die Aussage der französischen Freunde, dass
sie sich am Vortage geirrt bzw. trompé haben,
und falsch gefahren sind.
Im Hotel angekommen wurden die Auenwalder Radfahrer
kameradschaftlich mit vielen "bises" Küßchen,
Umarmungen und einem Aperitif begrüßt,
das obligatorische Foto wurde auch noch schnell
gemacht. Wie hier zu erfahren war, machten die malerischen
und gepflegten Ortschaften mit den Fachwerkhäusern
während der Tour großen Eindruck, das
Highlight war aber der Rheinfall bei Schaffhausen.
Insgesamt gab es nur 1 Panne und einen glimpflich
verlaufenen Sturz in der Schweiz.
Nach der Abfahrt am Hotel war das Gelächter
groß, als der Weg plötzlich bei einem
kleinen Bauernhof endete und die Räder bergabwärts
auf einem schmalen Waldpfad zum nächsten Verbindungssträßchen
in Richtung Wäldenbronn geschoben werden mussten.
Von hier aus ging es zunächst ein paar km nur
bergauf zur Schurwaldhöhe, was doch etwas anstrengend
war, die herrliche Abfahrt durch die Weinberge nach
Stetten entschädigte aber alle.
Die Hitze wurde immer größer, bei 33
° im Schatten war Schwitzen angesagt, auf der
Weiterfahrt über Endersbach, Korb, Winnenden,
Nellmersbach, Waldrems, Unterweissach gingen die
mitgeführten Getränke aus, an den wenigen
Schattenstellen wurden kurze Pausen eingelegt.
Doch als die deutsch-französiche Radlergruppe
mit der Vorsitzenden des Comité de Jumelage,
Monique Galfione, " en tête" an
der Spitze vor dem Rathaus Unterbrüden eintraf
, hatte sie sich eine kleine Verspätung für
den vorgesehenen Empfang eingehandelt, doch was
sind schon 10 Minuten bei einer Gesamtdistanz von
659 km und der Schlussetappe am bisher heißesten
Tag dieses Jahres.
Bürgermeister Ostfalk, Ulrike Rückert
Vorsitzende des Partnerschaftskomitees und Jean-Claude
Ghéno, 2. Vorsitzender des Comité
de Jumelage, begrüßten die Radler herzlich,
Bürgermeister Ostfalk lud zu einem kleinen
Begrüßungstrunk in die Ratsscheuer ein.
haben.
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